NEUES BIER FÜR WILLICH

Es gibt ein neues Bier in der Stadt: Willicher Pils. Was die Macher hinter der neuen Marke damit erreichen wollen, schreiben Sie auf jede Flasche: Willich wieder zur Bierstadt machen. Noch wird das Bier zwar bei einem Partner gebraut und abgefüllt, aber mit Hilfe der Willicher Biertrinker wollen Stephan Kramer, Frank Schuster und Christoph Heyes das bald ändern und ihr Pils auf Dauer nach Hause holen.

Dabei hilft, dass der Absatz bisher ausgesprochen gut läuft: „Um die besondere Beziehung der Willicher zu Bier wussten wir natürlich, als wir über ein eigenes Pils für unsere Heimat nachgedacht haben“ bestätigt Geschäftsführer Christoph Heyes, „aber die tatsächliche Resonanz hat uns dann trotzdem aus den Socken gehauen.“

Um den Geschmack ihrer Kunden zu treffen, wurde ein Bier kreiert das sich deutlich von den gängigen Pilsnermarken unterscheidet: Kräftig gehopft und doch mit fruchtigem Aroma. „Einige Leute sagen: Ein Pils für Alttrinker“ lacht Frank Schuster, der das Rezept als studierter Brauingenieur geschrieben hat. Das Geheimnis des Geschmacks liege dabei aber in drei speziellen Hopfensorten, die dem Bier seine unverwechselbare Note geben. „Alles was wir brauchen sind Hopfen, Malz, Wasser und Hefe - streng nach dem deutschen Reinheitsgebot“ so Schuster.

Was das neue Pils ausdrücklich nicht sein soll, ist ein Craftbier. „Willicher Pils ist ein Bier für Jedermann und jeden Tag - kein Geschmackserlebnis für eingeweihte Experten. Wir wollen nicht die Nische, sondern den heimischen Kühlschrank füllen“ erläutert Christoph Heyes das Konzept. Schließlich solle Bier die Menschen zusammenbringen: „Das ist auch der Grund, weshalb wir Willicher Pils brauen.“

Auch beim Preis des neuen Bieres wurde deshalb darauf geachtet, dass das Bier erschwinglich bleibt. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 15,99 Euro kostet es nicht viel mehr als die bekannten Fernsehbiere. „Mit Sonderangeboten können wir nicht konkurrieren“ erklärt Mitgründer Stephan Kramer den Preis, „aber dafür werden die Einnahmen eben auch genutzt um das Projekt voranzutreiben und Willich wieder zur Bierstadt zu machen.“

Die meistgestellte Frage an die drei Entrepreneure lautet jedoch, weshalb ihr Bier ein Pils und kein Alt geworden ist. Eine Frage die Geschäftsführer Heyes wie folgt beantwortet: „Weil es für Alttrinker viele gute und regionale Biere gibt, mit einer großen Geschmackbreite. Für Pilstrinker jedoch - die längst auch in Willich die Mehrheit stellen - gibt es im Grunde kaum ein regionales Premiumprodukt das sich von den gängigen Industriebieren unterscheidet.“ Bier brauche jedoch eine regionale Verankerung.

Diese soll bei Willicher Pils auch das Logo zeigen: Drei stilisierte Gerstenähren, wie sie sich bereits im Wappen der Altgemeinde Willich finden. Auf der Flasche bilden sie eng zusammenliegend den Buchstaben W. Neben der gelben Farbe, die an Braugerste erinnert, wurde das Etikett bewusst einfach gehalten. So wie auch Willicher Pils sein soll: Einfach Bier.